Wien baut keine Zinshäuser mehr. Was bleibt, ist ein Bestand, der nicht reproduzierbar ist – und eine Verantwortung für die, die ihn übernehmen. Über das Besondere an einem Wiener Zinshaus und über unseren Grundsatz, Häuser nicht selbst zu kaufen, sondern im Auftrag des Eigentümers zu vermitteln.
Wien baut keine Zinshäuser mehr.
Man kann heute in Wien ein Haus bauen. Man kann es hochwertig bauen, mit schönen Materialien und gutem Grundriss. Was man nicht bauen kann, ist ein Gründerzeit-Zinshaus. Es entstand in einer kurzen Phase der Stadtgeschichte, in der Wohnungsnot, wachsendes Bürgertum und ein selbstbewusstes Bauhandwerk zusammenkamen. Fassaden, Proportionen, Stuck, Stiegenhäuser mit ihren großzügigen Höhen – das ist kein Stil, den man nachbestellt. Von diesen Häusern gibt es heute noch rund 13.200 in Wien. Der Bestand schrumpft seit Jahren, vor allem weil Häuser in Eigentumswohnungen aufgeteilt oder ersetzt werden. Tendenz weiter sinkend. Wer ein Zinshaus hält, hält etwas, das nicht mehr entsteht.
Ein Haus ist mehr als eine Anlage.
Natürlich ist ein Zinshaus eine Kapitalanlage. Es erwirtschaftet Mieteinnahmen, es ist ein Sachwert, es schützt reale Kaufkraft – und es trägt über Jahrzehnte seinen Teil zu einem Vermögen bei. Diese Eigenschaften sind wichtig und wir rechnen sie mit unseren Klienten bis ins Detail durch. Aber ein Zinshaus ist damit nicht vollständig beschrieben. Es hat eine Adresse, ein Baujahr, eine Fassade, die Menschen täglich ansehen. Es hat Hausgemeinschaften, gewachsene Mieterstrukturen, oft einen Innenhof, fast immer eine Geschichte. Und es hat fast immer noch ein Kapitel, das nicht geschrieben ist: ein Dach, das ausgebaut werden kann. Wohnungen, die bei natürlicher Fluktuation neu zu positionieren sind. Flächen, die anders genutzt werden könnten.
Deshalb sagen wir: "Ein Zinshaus besitzt man nicht einfach. Man übernimmt es."
Wer übernimmt, übernimmt Verantwortung.
Ein Haus mit zehn, zwanzig oder dreißig Mietverhältnissen zu halten bedeutet mehr als Verwalten. Es bedeutet, Entscheidungen zu treffen: wann eine Sanierung sinnvoll ist, wie man mit Mietern umgeht, welche Entwicklung dem Haus guttut und welche es überfordert. Es bedeutet, sich um Substanz zu kümmern, die man nicht erneuern kann, wenn sie einmal verloren ist. Das ist der Grund, warum wir von „guten Händen" sprechen. Gute Hände sind nicht die, die am meisten zahlen. Es sind die, die verstehen, was ein Haus ist – und die bereit sind, es über Jahre in seiner Qualität weiterzuführen.
Warum wir nicht selbst kaufen.
Es gibt einen Grundsatz, der uns von vielen Anbietern in diesem Markt unterscheidet, und wir machen ihn nicht aus Bescheidenheit zum Prinzip, sondern aus Konsequenz: Wir kaufen nicht selbst. Wir vermitteln im Auftrag des Eigentümers. Wer ein Haus verkauft, verdient einen Partner, der ausschließlich seine Interessen vertritt. Wer ein Haus sucht, verdient eine ehrliche Einschätzung statt eines Verkaufsgesprächs. In beiden Rollen gleichzeitig kann niemand unabhängig sein. Deshalb treten wir nur in einer auf: als Vermittler im Auftrag dessen, dem das Haus gehört. Das klingt selbstverständlich. In einem Markt, in dem viele Anbieter selbst ankaufen, entwickeln und weiterveräußern, ist es das nicht. Und es verändert die Art des Gesprächs: Wir müssen keinem Käufer einen Preis erklären, den wir selbst bezahlen wollen. Wir müssen niemandem ein Haus empfehlen, das wir selbst gern behalten würden.
Über zwanzig Jahre Wien.
Seit über zwanzig Jahren beschäftigen wir uns ausschließlich mit einem Markt und einem Produkt: dem Wiener Zinshaus. In dieser Zeit haben wir 300+ Transaktionen begleitet und rund eine Milliarde Euro Volumen bewegt. Aus dieser Erfahrung ist unsere Art entstanden, ein Haus zu beurteilen: nicht nach Quadratmetern, sondern nach Lage, Substanz, Entwicklungsraum und Zukunftsfähigkeit. Und sie ist die Grundlage dafür, dass wir einem Eigentümer sagen können, was ein Haus heute ist – und was daraus werden kann.
Unser Platz ist zwischen Ihnen und dem richtigen Käufer.
Ein Zinshaus zu übergeben ist keine Transaktion, sondern eine Entscheidung über die Zukunft eines Hauses. Auf der einen Seite steht ein Eigentümer, der oft seit Jahrzehnten oder über Generationen mit diesem Haus verbunden ist. Auf der anderen Seite steht ein Käufer, der nicht nur den Preis, sondern auch die Verantwortung übernehmen soll. Zwischen diesen beiden Seiten braucht es jemanden, der beides versteht: die Substanz und die Zahlen, die Geschichte und die Perspektive, den Wert und den Preis. Genau das ist unsere Arbeit. Hudej findet und vermittelt Wiener Meisterwerke.
Wenn Sie mit uns sprechen möchten.
"Wenn Sie ein Zinshaus besitzen und über eine Übergabe nachdenken, beginnen wir mit einer vertraulichen Ersteinschätzung – ohne Verpflichtung und ohne Druck. Wenn Sie ein Zinshaus suchen, sprechen wir zuerst über Ihre Ziele, Ihr Kapital und Ihren Zeithorizont, bevor wir über Objekte sprechen. Und wenn Sie Mandanten oder Kunden in diesem Feld beraten, sind Sie eingeladen, uns kennenzulernen. Es gibt in Wien keinen Investor und keinen Zinshauseigentümer, der nicht wissen sollte, wer wir sind. Daran arbeiten wir – jeden Tag, an jedem Haus, in jedem Gespräch."
Gerhard Hudej
Geschäftsführer