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ZYPERN UND DAS WIENER ZINSHAUS

Die dramatische finanzielle Rettung von Zypern und die vorherzusehenden Folgen für den dort aufgeblähten Finanzsektor haben eines wieder einmal deutlich gezeigt: Bisher als sicher geltende Anlageformen sind in der aktuellen und künftig zu erwartenden Wirtschaftslage zumindest kritisch zu betrachten. Gerade internationale Investoren, die ja in Zypern besonders stark vertreten sind, haben deshalb schon längst ein Auge auf alternative und vor allem sichere Anlageformen. Hier kommt immer wieder das Thema Immobilien ins Spiel.

"Auch ohne die dramatischen Entwicklungen rund um die Zwangsabgabe für zyprische Sparer liegt schon länger auf der Hand, was keine Nationalbank zugibt: Die einstigen Garanten für sichere Rendite - das Sparbuch und die Staatsanleihe - haben arg an Attraktivität eingebüßt", betont Gerhard Hudej, Vorstand der Hudej Zinshausmakler GmbH in Wien: "Auf dem Sparbuch wird das Geld, je nach Bindungsfrist, gar nicht oder in sehr geringem Ausmaß vermehrt. Bei zehnjähriger Bindung erhält man derzeit maximal 3,0 Prozent."

Die Rendite zehnjähriger österreichischer Staatsanleihen beträgt laut seinen Berechnungen derzeit gar nur 1,65 Prozent. Zugleich liegt die Inflation aktuell bei 2,5 Prozent. "Daraus resultieren reale Zinsen von 0,5 bis minus 0,95 Prozent. Bei alledem ist aber zu bedenken: Mit der bisher viel gelobten Vertrauenswürdigkeit dieser Sparformen ist es seit Zypern nicht mehr weit her."

Alternativen sind gefragt

Immerhin hätten sich die EU-Finanzminister letztlich doch dazu entschlossen, die Garantie für Sparguthaben unter 100.000 Euro einzuhalten, konstatiert der Experte. Das bedeutet aber auch, dass, wenn es hart auf hart geht, vor allem die größeren Vermögen zur Deckung von Bank- oder Staatsschulden herangezogen werden. Vor allem für Besitzer höherer Sparguthaben ist also die aktuelle Zypernkrise ein guter Anstoß, über Alternativen zum Sparbuch nachzudenken.

Sicherheit wird gesucht

Diesbezüglich bietet sich laut Hudej durchaus auch das Wiener Zinshaus an: "Was die Renditen betrifft, liegt man in aller Regel mindestens im Bereich der besten derzeit auf dem Markt befindlichen Sparbücher, meistens darüber." Da sei aber noch nicht der permanente Wertzuwachs mitgerechnet. Er rechnet zudem fix damit, dass Zinshäuser in Wien weiter an Wert gewinnen werden. "Dafür sorgen mehrere Faktoren: Erstens wird das Angebot immer geringer, denn jedes Jahr werden Zinshäuser durch Abriss oder Parifizierung vom Markt genommen", erklärt Hudej. Gleichzeitig wachse aber die Nachfrage, was steigende Preise nach sich ziehe. Zweitens sprechen die Indikatoren für eine Steigerung der Immobilienpreise: "Wien liegt weltweit an der Spitze bei der Lebensqualität, bei den Kosten aber im hinteren Mittelfeld. Diese Lücke wird sich aller wirtschaftlichen Logik nach kontinuierlich schließen."

Drittens: Die Bundeshauptstadt wächst stark, bis 2030 sagt die Statistik Austria ein 12,7-prozentiges Bevölkerungswachstum voraus. Der aktuelle Bevölkerungsstand (2013) beträgt 1,752 Millionen, für 2030 sind 1,974 Millionen vorausgesagt. "Dies ist einer der Indikatoren, die für ein weiteres Steigen der Immobilienpreise in Wien sprechen", betont Hudej.

Landeshauptstädte interessant

Je enger es in der Hauptstadt wird, desto mehr steigt das Interesse an den Landeszentren. Das Jahr 2012 brachte im Bereich Zinshäuser in allen Bundesländern zusammen ein Volumen von rund 130 Millionen Euro bei annähernd 130 Transaktionen. Im Vergleich mit 2011 bedeutet das eine Verdoppelung der Transaktionsanzahl und eine Steigerung um rund 70 Prozent beim Volumen. "Die wichtigste Zinshausstadt der Bundesländer ist Graz mit zirka 25 Prozent Marktanteil, gefolgt von Linz mit zirka 15 Prozent", erklärt der Experte. Von den restlichen 60 Prozent entfällt nur etwas mehr als die Hälfte auf Landeshauptstädte, fast ebenso viele Transaktionen gab es in anderen urbanen Gemeinden der Bundesländer.

Für Hudej: "Sicherheit, Ertrag und Selbstkontrolle über das eigene Vermögen sind für Anleger entscheidend. Immobilien und hier speziell Zinshäuser erfüllen alle genannten Anforderungen."

By Salzburger Nachrichten | 02.04.2013