Zinshausmarkt in Österreich: Mehr Transaktionen, weniger Volumen

Auch dieses Jahr haben wir wieder den gesamten Markt für Zinshäuser in Österreich analysiert. Das Ergebnis: 2020 wechselten mehr Häuser die Eigentümer als 2019, aber dabei wurde insgesamt weniger Marktvolumen generiert. So belief sich der gesamte Marktumsatz auf € 2,855 Mrd. im Vergleich zu € 3,006 Mrd. im Vergleichszeitraum. Das entpricht einem Rückgang um 5 %. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Transaktionen um 47,7 % von 1.169 auf 1.727.

Bundesländer-Trend bestätigt sich Der daraus zu ziehende Schluss sei klar, erklärt Gerhard Hudej: „Der Markt in den Bundesländern holt gegenüber Wien stark auf. Da in den Ländern und deren Hauptstädten die Einzelvolumina im Durchschnitt kleiner sind, sinkt österreichweit das Gesamtvolumen trotz steigender Transaktionsanzahl.“

Wien: Der Markt beruhigt sich Wien allein betrachtet weist im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Rückgang um 25 % beim Volumen auf, während die Anzahl der Transaktionen um 10 % geringer ausfiel als 2019 (Volumen 2019 / 2020: 2,23 Mrd. / 1,67 Mrd., Transaktionen 2019 / 2020: 516 / 464). Dies deutet darauf hin, dass sich die hohen Preise auf die Nachfrage auszuwirken beginnen. Außerdem kamen weniger große Liegenschaften im obersten Preissegment auf den Markt. Dies lässt sich daraus ablesen, dass der Rückgang beim Volumen zweieinhalb mal höher ist als bei der Transaktionsanzahl.

Bundesländer boomen fast durchwegs In den Bundesländern sind im Jahr 2020 sowohl das Volumen als auch die Transaktionen deutlich gestiegen. Zweitwichtigstes Bundesland nach Wien ist Niederösterreich, wo wir seit 2020 einen eigenen Standort haben. Hier wuchs das Volumen von € 195,5 Mio. um 40 % auf € 274 Mio. Die Transaktionen stiegen sogar um knapp 84 % von 178 auf 327. In der Steiermark, wo sich der Markt in den letzten Jahren schon zu entwickeln begonnen hatte, fiel die Steigerung ebenfalls deutlich aus: Das Volumen 2020 betrug € 211 Mio. (+ 6 %), bei 244 Transaktionen (+ 71 %). Hudej Zinshäuser ist hier schon seit 2014 präsent.

Stärkste Zuwachsraten im Westen Relativer Spitzenreiter des Jahres 2020 ist Tirol mit einer Steigerung von 368 % beim Volumen (2019 / 2020: € 36 Mio. / € 170 Mio.) und 625 % bei den Transaktionen (2019 / 2020: 32 / 232). Einziger Ausreißer ist Oberösterreich, wo es zu einem leichten Rückgang bei den Transaktionen kam, wobei aber das Volumen trotzdem höher war als im Vorjahr (Volumen 2019 / 2020: € 150 Mio. / € 198 Mio., Transaktionen 2019 / 2020: 136 / 126). In Salzburg wurde ein Volumen von € 144 Mio. gemessen (+ 19 %), bei 101 Transaktionen (+ 30 %). Den zweithöchsten relativen Zuwachs Österreichs verzeichnete Vorarlberg: Hier stieg das Volumen um 171 % auf € 74 Mio., 119 Transaktionen bedeuten eine Steigerung um 325 %. In Kärnten wurde beim Volumen ein Plus von 126 % auf € 97 Mio. gemessen, bei den Transaktionen ein Zuwachs um 78 % auf 87. Im Burgenland stieg das Marktvolumen um 177 % auf € 13 Mio., 27 Transaktionen im Jahr 2020 bedeuten seine Steigerung um 200 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

13.07.2021