Das gibt's News.

Hier finden Sie Neuigkeiten über unser Unternehmen bzw. den Zinshausmarkt in Österreich. Falls Sie Fragen haben oder genauere Infos brauchen, kontaktieren Sie uns! Mathias Miller-Aichholz ist für unsere Kommunikation zuständig und steht Ihnen immer gerne zur Verfügung.

Stirbt der Maklerberuf aus?

Neulich publizierte die Universität Oxford eine Studie, wonach in den nächsten 20 Jahren zahlreiche Berufe im Zuge der digitalen Revolution aussterben werden. Mit Platz 2 ganz oben in der Hitliste der gefährdeten Broterwerbe: der Makler. Sorry, da sind wir anderer Meinung. Denn es kommt darauf an, von welcher Art Makler man hier spricht. Geht es um jenen Maklertyp, der seine Angebote großflächig streut, in der Hoffnung, einer der vielen Kunden da draußen werde schon Interesse zeigen, dann hat die genannte Studie recht. Der Grund dafür ist ganz einfach: Der beschriebene Maklertyp erbringt keinen Mehrwert für die Kunden. Er ist entbehrlich, so hart das klingen mag. Je einfacher es für die betreffenden Marktteilnehmer wird, sich über die Produkte direkt auszutauschen, desto stärker ist diese Art von Makler gefährdet.

Der Makler im klassischen Sinne wird aber durch die digitale Revolution sogar noch wichtiger werden, als er bisher schon ist. Das ist jener Maklertyp, der aufgrund bester Kontakte persönlich und vertraulich zwischen den Marktteilnehmern vermittelt - und zwar so, dass beide davon den größten Vorteil ziehen. Dieser Maklertyp ist vor allem bei hochwertigen Wirtschafts- und Investitionsgütern gefragt, beispielsweise bei Zinshäusern. Denn hier ist den Vertragspartnern auf beiden Seiten des Marktes Diskretion besonders wichtig - sie meiden das Internet wie der Teufel das Weihwasser.

Der klassische Makler in diesem Sinne muss eine besondere Fähigkeit vorweisen können, um für die Kunden von Nutzen zu sein: Er muss den Markt durch und durch kennen; er muss zu jedem Zeitpunkt wissen, welche Kaufinteressen und welche Verkaufsabsichten am Markt existieren. Nur so kann er genau jene beiden Vertragspartner zusammenbringen, die hinsichtlich des betreffenden Geschäfts optimal zusammenpassen. Darüber hinaus muss er natürlich auch über hohes Know-how verfügen, um seine Kunden eingehend und zielführend beraten zu können - eine Fähigkeit, die keine digitale Revolution ihm je streitig machen wird können.

Der Unterschied zwischen den beschriebenenen Maklertypen ist klar: Beim ersten geht es darum, einen Geschäftsabschluss zwischen irgendwelchen Vertragspartnern zu erreichen. Letzterer aber verfolgt das Ziel, genau die richtigen beiden Vertragspartner zusammenzubringen. Dies gelingt nur durch tiefgreifende Markt- und fundierte Sachkenntnis - und dafür braucht es immer noch echte Menschen mit jahrelanger Erfahrung.

13.07.2017