Das gibt's News.

Hier finden Sie Neuigkeiten über unser Unternehmen bzw. den Zinshausmarkt in Österreich. Falls Sie Fragen haben oder genauere Infos brauchen, kontaktieren Sie uns! Mathias Miller-Aichholz ist für unsere Kommunikation zuständig und steht Ihnen immer gerne zur Verfügung.

PRIVATE VERKAUFEN ZU BILLIG

Die Preisrally auf dem Wiener Zinshausmarkt und die Abschaffung der Spekulationsfrist ruft die Glücksritter auf den Plan: Sie kaufen billig ein und realisieren in wenigen Monaten bis zu 100 Prozent Aufschlag, ohne an dem Haus etwas verändert zu haben, sagt Zinshausmakler Gerhard Hudej. "Ich schätze, dass private Verkäufer dadurch allein in den letzten zwei Jahren rund 150 Millionen € liegen gelassen haben", sagt er. Solche Geschäftspraktiken können nicht nachhaltig sein. Laut Hudej drohe keine Blase, der Markt ist aber schneller geworden: Neben privaten und institutionellen aus dem Inland haben auch Anleger aus der Schweiz, Deutschland und Osteuropa Wiener Altbau-Wohnhäuser gekauft. Während früher 400 bis 500 der 15.000 Häuser pro Jahr gehandelt wurden, war diese Zahl heuer bereits im September erreicht. Laut Hudej gab es von Jänner bis September Zinshaus-Deals im Wert von 1,3 Milliarden €, im Gesamtjahr könnte das Transaktionsvolumen die Zwei-Milliarden-Grenze knacken. Das würde bedeuten, dass in diesem Jahr mehr Geld in Wiener Zinshäuser fließt als in alle Arten von Gewerbeimmobilien - Einkaufszentren, Büros, Hotels, Industriebauten und Logistik - in ganz Österreich. Keine "Einprozenter" Rund 2000 € pro Quadratmeter, vier Prozent Rendite, möglichst viele Altmieter, Ausbaupotenzial: Das sind die "Features", die die meisten Anleger suchen. Nicht jedes Haus werde allerdings verkauft: "Es gibt auch Ladenhüter", sagt Hudej. Oft stimme der Mix aus Substanzwert, Durchschnittsmiete und Rendite nicht - oder die "Emotion" fehle. Die Renditen sind generell gesunken, da auch Versicherungen bereits Häuser unter vier Prozent Rendite zu kaufen bereit sind. "Den ,Einprozenter' in der Wiener Innenstadt halte ich aber für ein Gerücht", sagt der Experte: Selbst in der City würden Anleger Renditen von zwei bis drei Prozent erwarten - bereits beim Kauf oder durch das Potenzial, den Ertrag mit Ausbau oder Neuvermietung zu steigern. (WirtschaftsBlatt, Print-Ausgabe, 2012-10-18)

By Wirtschaftsblatt | 18.10.2012