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Hier finden Sie Neuigkeiten über unser Unternehmen bzw. den Zinshausmarkt in Österreich. Falls Sie Fragen haben oder genauere Infos brauchen, kontaktieren Sie uns! Mathias Miller-Aichholz ist für unsere Kommunikation zuständig und steht Ihnen immer gerne zur Verfügung.

NEUER REKORD AUF DEM ZINSHAUSMARKT

Die Flucht ins „Betongold“ hält an: Der Wiener Zinshausmarkt hat ein Rekordjahr hinter sich (siehe Kasten). Das Volumen stieg dabei vor allem auf Grund der Preisrally. Selbst für Marktkenner sind die Zeiten vorbei, als sie Häuser in guten Lagen um 1000 € je Quadratmeter erwerben konnte. So zahlte selbst Immobilieninvestor Daniel Jelitzka von JP Immobilien, der allein im zweiten Halbjahr Zinshäuser um 60 Millionen € kaufte – die meisten aus dem Conwert-Portfolio – im Schnitt 1750 € je Quadratmeter.  Die steigenden Preise wirken sich negativ auf die Renditen aus, sagt Immobilienexpertin Maria Schantl, Geschäftsführerin von Schantll-ITH mit Büros in Wien und Graz. „Der Käufer muss sich entscheiden, ob er Prestige oder Rendite möchte“. In Graz etwa sei der Markt nicht leer gefegt und die Preise lägen auf dem früheren Wiener Niveau, trotzdem seien dort vor allem lokale Käufer unterwegs. Investoren von außen bräuchten gute Partner: „Um an Objekte zu kommen, ist das Netzwerk wichtig“, sagt sie.

Markt in Bewegung

„Im Fahrwasser Wiens kommt der Markt in den Bundesländern langsam in Bewegung“, sagt auch der Wiener Zinshausmakler Gerhard Hudej. 2012 sei schon in etwa jeder zehnte „Zinshaus-Euro“ außerhalb der Hauptstadt investiert worden. Das Gesamtvolumen in den Bundesländern lag bei 130 Millionen €. Mit 25 Prozent Marktanteil führte dabei Graz, gefolgt von Linz (15 Prozent). Der Rest ist bunt durchmischt – sogar in Wels, Steyr und Wiener Neustadt wurden im Vorjahr Altbauten gehandelt. Auffällig ist, dass sich auch die Transaktionen verdoppelt haben, das gestiegene Volumen also nicht nur auf höhere Preise zurückzuführen ist. Wenn eine Zinshaus-Blase in Österreich platzen könnte, dann also am ehesten in Wien.

Keine Zinshaus-Blase

Von einer Blase sehen die Experten jedoch weit und breit keine Spur: Schantl ist überzeugt, dass die Preise noch Potenzial haben – in der Hauptstadt und in den Bundesländern. Laut Hudej sorgt dafür neben den bekannten Argumenten für Sachwerte  ein weiterer Faktor: Der wahre Wert sei oft höher als vom Verkäufer angesetzt. „Sucht jemand aus persönlichen Motiven ein ganz bestimmtes Objekt, so ist er bereit, mehr zu bezahlen“, sagt er. Von 780 Millionen € im Jahr zuvor legte der Wiener Zinshausmarkt 2012 auf 1,2 Milliarden € zu. Rechnet man zu den veräußerten Häusern auch die Zinshaus-Anteile hinzu, war der Markt sogar 1,5 Milliarden € schwer. Zum Vergleich: In Gewerbeimmobilien flossen 2012 in ganz Österreich 1,65 Milliarden € – je 660 Millionen in Büros und Kaufhäuser sowie 330 Millionen € in Hotels.

By Wirtschaftsblatt | 01.02.2013