Medienbericht: Der Zinshaus-Meister

Hausgemacht.
Vor acht Jahren gegründet, zählt die Hudej Zinshäuser Gruppe heute mit rund 40 Mitarbeitern und acht Standorten zu den erfolgreichsten Playern am österreichischen Zinshausmarkt.

Als sich der Klagenfurter Gerhard Hudej 2012 im Alter von 40 Jahren selbständig machte, um sich auf die österreichweite Vermarktung von Zinshäusern zu spezialisieren, hielten ihn viele für verrückt: „Der Markt ist gesättigt und längst in festen Händen. Ein Newcomer hat da keine Chance.“ So oder ähnlich lauteten die meisten Kommentare.

Klarer Plan
Hudej hatte damals jahrelang Erfahrung gesammelt als Leiter der Zinshausabteilung einer der bekanntesten Wiener Immobilienfirmen, die als Makler und Entwickler gleichzeitig tätig ist. Seine Entscheidung zur Gründung eines eigenen Unternehmens beruhte auf einer klaren Überlegung: Man kann nicht sowohl Makler als auch Investor sein, sonst macht man sich zum Konkurrenten der eigenen Kunden. Daraus entstand die Idee: „Ich wollte das einzige ausschließlich auf die Vermarktung von Zinshäusern spezialisierte Unternehmen aufbauen, das mit mehreren Standorten in Österreich vertreten ist.“ Das ist ihm gelungen. Heute besteht die Gruppe aus sieben Standorten in Österreich und einem in der Schweiz: Wien, Graz, Linz, Salzburg, St. Pölten, Klagenfurt und Innsbruck sowie Zürich. Das Büro in der Eidgenossenschaft dient dazu, Schweizer und internationale Investoren auf das österreichische Zinshaus als sichere Anlagemöglichkeit aufmerksam zu machen – eine Idee, die auf fruchtbaren Boden fällt. Für österreichische Verkäufer bietet dies einen interessanten Vorteil: Der potenzielle Investorenkreis erweitert sich um ein zahlungskräftiges Klientel.

Starker Teamgedanke 
Eine wichtige Leitidee verfolgte Gerhard Hudej seit der Gründung im Jahr 2012: die Überzeugung, dass man mit einem starken Team mehr erreicht als allein. So begann er schon früh, die Unterstützung verlässlicher Partner zu suchen, auf die er sich geschäftlich ebenso verlassen kann wie menschlich. „Die Kraft des Teams stand für mich immer im Vordergrund. Ich bin überzeugt davon, dass man immer mehr erreicht, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht – auch wenn das manchmal bedeutet, das eigene Ego ein wenig zurückzunehmen,“ sagt Gerhard Hudej. Diese Philosophie wird auch von allen Partnern erwartet und mitgetragen. „Wer das nicht versteht, der passt nicht zu uns. Diese Erfahrung haben wir im Laufe unserer bisherigen Firmengeschichte auch schon machen müssen, aber das gehört wohl dazu.“ Heute sind Hudej sowie seine Partner und Partnerinnen eine Gruppe, die einander vertraut und gegenseitig unterstützt.

Gesund durch die Krise 
Die aktuelle Situation durch die Covid-19-Pandemie konnte die Hudej Zinshäuser Gruppe bisher unbeschadet überstehen. Gerhard Hudej: „Die Krise hat einmal mehr die Qualität des Zinshauses als Wertanlage bewiesen. Während die meisten Aktienkurse herbe Rückschläge erlitten und es auf den Börsen teilweise bis heute turbulent zugeht, erweist sich der Zinshausmarkt als felsenfest. Die Finanzmärkte haben sich zwar zwischenzeitlich erholt, doch die Angst vor neuerlichen Einbrüchen ist berechtigterweise gegeben.“ Folgerichtig sieht er auch die weitere Zukunft seiner Unternehmensgruppe positiv: „Für Zinshäuser wird es immer einen Markt geben. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren unsere Position noch deutlich auszubauen.“

trend. DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN NR. 46/2020
Erscheinungsdatum: 13. November 2020

 

19.11.2020