Das gibt's News.

Hier finden Sie Neuigkeiten über unser Unternehmen bzw. den Zinshausmarkt in Österreich. Falls Sie Fragen haben oder genauere Infos brauchen, kontaktieren Sie uns! Mathias Miller-Aichholz ist für unsere Kommunikation zuständig und steht Ihnen immer gerne zur Verfügung.

JEDER ANTEIL HAT EIGENE GESETZE

Wien. Der Wiener Zinshausmarkt ist bekanntlich seit einigen Jahren ordentlich in Bewegung. 2011 war der Markt 780 Millionen € schwer; im Vorjahr waren es bereits 1,2 Milliarden €. Rechnet man zu den veräußerten Häusern auch die Zinshaus-Anteile hinzu, war der Markt sogar 1,5 Milliarden € schwer. Doch ein komplettes Zinshaus zu erwerben, ist eine teure Angelegenheit - los geht es in der Regel ab zwei bis drei Millionen €. „Preiswerter" gibt es das Zinshaus hingegen, wenn man nur einen Teil der Immobilie erwirbt. „Lukrativer Zinshausanteil in Top-Lage" oder „Zinshausanteil mit Entwicklungspotenzial": Angebote wie diese finden sich in den Immobilienanzeigen des Landes zuhauf.

Verkauft wird in der Regel in Größenordnungen zwischen 350.000 und 890.000 €. Verkäufer sind meist Private - Stichwort Erbengemeinschaft - die mit ihrem Anteil wenig anfangen können und diesen lieber zu Geld machen wollen. „Das ist ein riesen Thema", bestätigt der Wiener Zinshausmakler Gerhard Hudej und warnt: „Das ist aber auch ein ganz anderer Markt als der Markt für komplette Zinshäuser." Als Faustformel gilt: Um so kleiner ein Anteil ist, um so schwieriger ist er zu verkaufen. „Ich kenne wenige, die mit einem kleinen Anteil Geld verdient haben", sagt Hudej und betont: „Jeder Anteil hat eigene Gesetze."

Großer Käufermarkt

Dennoch stehen die Anteilsverkäufer einem großen Käufermarkt gegenüber. Hudej: „Ein Profi weiß natürlich, was er mit dem Anteil macht." Privaten Verkäufern rät der Zinshausmakler, zuerst zu versuchen, den Zinshausanteil an die anderen Eigentümer des Hauses zu verkaufen. „Man bekommt sicher mehr, wenn man sich mit den Miteigentümern zusammentut", sagt Hudej. Besteht kein Interesse, sollte ein Profi hinzugezogen werden, der Markt, Preise und Käufer kennt. Auch eine Wertfeststellung des Hauses ist vor dem Anteilsverkauf wichtig. „Die Käufer solcher Anteile sind vermehrt Profis - und die sind natürlich daran interessiert, den Anteil so günstig wie möglich zu erwerben", sagt Hudej, der Geschäftsmodellen, wo für Zinshaus-Miteigentum geworben wird, wenig abgewinnen kann. „25 Eigentümer bei einer Immobilie halte ich für bedenklich."

Gemeinsame Ziele

Auch Silvia Agha-Schantl, Geschäftsführerin von Schantl-ITH, beobachtet ein steigendes Interesse an Zinshausanteilen. Aktuell sucht sie einen Käufer für einen Zinshausanteil in der Größenordnung von 36 Prozent. Kostenpunkt: Rund eine Million €. „Ich halte es für wichtig, dass sich die beiden Eigentümer kennen und ein gemeinsames Ziel verfolgen - und nicht, der eine will renovieren, der andere nicht." Interessenten für den Zinshausanteil gibt es genug - Schnäppchenjäger natürlich inklusive.