Das gibt's News.

Hier finden Sie Neuigkeiten über unser Unternehmen bzw. den Zinshausmarkt in Österreich. Falls Sie Fragen haben oder genauere Infos brauchen, kontaktieren Sie uns! Mathias Miller-Aichholz ist für unsere Kommunikation zuständig und steht Ihnen immer gerne zur Verfügung.

Der Wert eines Zinshauses ist subjektiv

Viele Eigentümer, die ein Zinshaus verkaufen wollen, gehen bei der Preisbewertung nur von objektiven Kriterien aus, z. B.: Lage, Größe, Zustand, Vermietungsgrad etc. Sie vergessen dabei darauf, dass es immer Interessenten gibt, die ein ganz bestimmtes Haus mit spezifischen Eigenschaften suchen. Findet ein Investor ein Objekt, das seinen Wünschen bzw. seiner Investmentstrategie weitgehend entspricht, so ist er bereit, mehr zu zahlen, als jemand anderer. Die Kunst des guten Maklers ist es, für jedes Objekt genau jenen Käufer an der Hand zu haben, der aus individuellen Gründen den höchsten Preis zu zahlen bereit ist.

Ein Beispiel: Investor Nr. 1 möchte einfach zwei Millionen Euro sicher und langfristig rentabel anlegen. Er entscheidet sich, dies durch den Kauf eines Zinshauses zu tun. Dieser Anleger sieht das Haus als reines Investitionsobjekt. Er erwartet sich eine bestimmte Rendite, womit er diese erzielt, ist ihm aber egal. Es muss nicht unbedingt ein Gründerzeithaus sein - im Gegenteil, ein Haus außerhalb des MRG ist ihm sogar lieber, wenn es eine höhere Rendite abwirft. Investor Nr. 1 ist also offen für alles. Er wird somit nicht bereit sein, für ein ganz bestimmtes Haus mehr zu zahlen als den objektiv kalkulierbaren Marktpreis.

Investor Nr. 2 sucht ein Haus in einer ganz bestimmten Lage; es kommen diesbezüglich nur drei Bezirke in Frage. Er möchte einen Teil selbst bewohnen bzw. seinen Töchtern zu einem späteren Zeitpunkt ein bis zwei Wohnungen zur Verfügung stellen. Daher soll es ein ästhetisch ansprechendes Objekt sein; idealerweise ein Altbau mit strukturierter Fassade. Investor Nr. 2 hat also sehr konkrete persönliche Vorstellungen sein Wunschhaus betreffend. Er ist somit auch bereit, mehr für ein Haus zu zahlen, das seinen Wünschen entspricht, als jemand, der ein reines Anlageobjekt sucht.

Für Eigentümer, die verkaufen wollen, ist es daher ratsam, vorher mit jemandem zu sprechen, der sich intensiv mit dem Markt beschäftigt. Nur er kennt die aktuelle Lage gut genug, um genau jenen Käufer ansprechen zu können, der den höchsten Preis zahlt. Der Mehrpreis, den man als Verkäufer durch einen guten Makler erzielt, ist wesentlich höher als die Maklerprovision.

13.07.2017